Gebühren Notare
Gesetzliche Basis für die Gebühren der Notare ist die Kostenordnung (KostO).
Die Gebühren der Kostenordnung sind in der Regel Wertgebühren, d.h. die Gebühren werden nach dem Wert berechnet, den der Gegenstand des Geschäfts zur Zeit der Fälligkeit der Gebühren hat (Geschäftswert).
Der Geschäftswert richtet sich nach dem Hauptgegenstand des Geschäfts. Nebenleistungen (zum Beispiel Zinsen bei einer Grundschuldbestellung) sind nicht Hauptgegenstand, so daß sie bei der Geschäftswertberechnung keine Berücksichtigung finden. Genauso werden Verbindlichkeiten, die auf dem Gegenstand lasten, bei der Geschäftswertermittlung nicht abzogen. Eine Ausnahme gilt jedoch unter anderem für Testamente, Erb- und Eheverträge sowie Erbscheinsanträge.
Die Kostenordnung sieht für die Tätigkeiten des Notars (zum Beispiel Beurkundungen) verbindliche Gebührensätze vor. Zum Beispiel ist für die Beurkundung von Grundstückskaufverträgen, Überlassungsverträgen und Ehegattentestamenten sowie Eheverträge und Scheidungsfolgenvereinbarungen ein Gebührensatz von 20/10 anzusetzen, für die Beurkundung von Grundschulden mit Zwangsvollstreckungsunterwerfung und Einzeltestamenten ist ein Gebührensatz von 10/10 anzusetzen. Bei einer Vorsorgevollmacht wird der Gebührenansatz nach dem Vermögen des Vollmachtgebers berechnet. Bei einer sog. Patienten- und Betreuungsverfügung wird regelmäßig bei einem Gebührensatz von 10/10 einmalig der Wert jeder Verfügung mit 3.000,00 EUR angesetzt. Es errechnen sich somit bei der Beurkundung einer Patienten- und Betreuungsverfügung Beurkundungsgebühren von 48,00 EUR netto.
Ist der Geschäftswert ermittelt, läßt sich die Wertgebühr unter Anwendung des richtigen Gebührensatzes durch Ablesen der konkreten Gebühr aus der Gebührentabelle ermitteln:
Auszug aus der Gebührentabelle § 32 KostO, Fassung ab 01.07.2004 in Euro
| Wert bis EUR |
10/10 |
20/10 |
|
Wert bis EUR |
10/10 |
20/10 |
| 1.000 |
10 |
20 |
|
5.000 |
42 |
84 |
| 11.000 |
54 |
108 |
|
20.000 |
72 |
144 |
| 50.000 |
132 |
264 |
|
60.000 |
147 |
294 |
| 70.000 |
162 |
324 |
|
80.000 |
177 |
354 |
| 90.000 |
192 |
384 |
|
100.000 |
207 |
414 |
| 110.000 |
222 |
444 |
|
120.000 |
237 |
474 |
| 130.000 |
252 |
504 |
|
140.000 |
267 |
534 |
| 150.000 |
282 |
564 |
|
160.000 |
297 |
594 |
| 170.000 |
312 |
624 |
|
180.000 |
327 |
654 |
| 190.000 |
342 |
684 |
|
200.000 |
357 |
714 |
| 210.000 |
372 |
744 |
|
220.000 |
387 |
774 |
| 230.000 |
402 |
804 |
|
240.000 |
417 |
834 |
| 250.000 |
432 |
864 |
|
260.000 |
447 |
894 |
| 270.000 |
462 |
924 |
|
280.000 |
477 |
954 |
| 290.000 |
492 |
984 |
|
300.000 |
507 |
1.014 |
| 310.000 |
522 |
1.044 |
|
320.000 |
537 |
1.074 |
| 330.000 |
552 |
1.104 |
|
340.000 |
567 |
1.134 |
| 350.000 |
582 |
1.164 |
|
360.000 |
597 |
1.194 |
| 370.000 |
612 |
1.224 |
|
380.000 |
627 |
1.254 |
Neben den jeweiligen Gebühren können noch Auslagen wie zum Beispiel Schreibauslagen, Portokosten, Reisekosten, Pauschalen für die Übermittlung von elektronisch gespeicherten Daten sowie gesetzliche Umsatzsteuer anfallen.
Auf Wunsch erstellen wir selbstverständlich vorab eine Abschätzung der voraussichtlich entstehenden Kosten.
Falls Sie Fragen zu den Gebühren haben sollten, zögern Sie nicht und sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gern.
Die Hinweise zu den Gebühren sind nicht vollständig. Sie verschaffen lediglich einen Überblick über das Gebührensystem.